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Kalvarienbergkirche

Die Corporis – Christi – Bruderschaft gegründet im Jahre 1674 vom bayerischen Kurfürsten Ferdinand Maria, begann im Jahr 1723 mit dem Bau der Kalvarienberganlage und der Kalvarienbergkirche. Die Kirche, zum „Heiligen Kreuz“ geweiht, die auf dem höchsten Punkt des Kalvarienberges steht, ist im barocken Stil erbaut. Ein im Jahr 1750 gefertigtes Gnadenbild mit Christus an der Martersäule wurde zur Wies gebracht, damit die Gnadenwirkung der dortigen Martersäule auf das Schnaittacher Gnadenbild übertragen würde. Die Anlage wurde im Jahr 1759 fertiggestellt.

 Am Ortsende in westlicher Richtung beginnt der Kreuzweg, der sich über 11 Stationen den Berg hinaufzieht und dort mit einer Kreuzigungsgruppe als 12. Station endet. Die 13. Station ist der Hochaltar der Kapelle mit einer Pieta (Maria mit dem Leichnam Christi auf dem Schoß) und die 14. Station ist das Hl. Grab unter der Sakristei.

 In der Kirche befinden sich fünf Altäre, der Hochaltar, 2 Seitenaltäre und die beiden Altäre in den Seitenkapellen. Überall ist das Kreuz als Hauptmotiv klar erkennbar, selbst der Grundriss des Baus ist ein Kreuz. Alles ist darauf ausgerichtet, dem Gläubigen die Verinnerlichung der Kreuzigung Christi, seines Leidens und Sterbens erleben zu lassen.

 In der linken Seitenkapelle hängen noch Votivbilder aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, einer Zeit, zu der die Kapelle noch Ziel von Wallfahrten zum gegeißelten Heiland war. Die Decken der Kapelle sind reich verziert mit Gemälden und Stuckaturen. Am Innenausbau der Kirche wirkten bedeutende Künstler der Zeit mit, wie der Maler Wild aus Auerbach und Pesel aus Amberg und unter anderen der Schnitzer Johann Michael Doser aus Auerbach.